Mein japanischer Garten in Essen

Als ich vor ca. 20 Jahren mein Haus gekauft habe war mir schnell klar, dass ich einen Teich im Garten haben wollte. Die Idee wie er aussehen sollte hatte ich im Kopf!

Einige Wochen später war der Teich fertig. Als ich zu einem Händler fuhr, um mir einige Fische zu kaufen - sah ich zum ersten mal große Koi in einem sehr schön angelegten Teich schwimmen. Mir war sofort klar, dass ich so etwas auch haben wollte ohne irgendwelche Vorkenntnisse über Koi zu haben. Zu dem Zeitpunkt war mir nicht klar das diese Fische in einem Gartenteich nichts zu suchen haben.Leider habe ich, wie viele andere auch, einige Fehler gemacht. Zu kleiner Teich, zu kleiner Filter, keine Bodenabläufe etc. Was dann in den nächsten 2-3 Jahren passiert ist, ist vermutlich jedem klar der Koi hält!

Das Resultat: Krankheiten und Entzündungen waren leider keine Seltenheit.Ich musste was ändern. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich über verschiedene Koizeitschriften über Verbesserungsvorschläge schlau gemacht. Mir war bewusst, dass die nächste Baumaßnahme nicht mal eben durchgeführt werden konnte. Es war ein Projekt was durchdacht werden musste. Der Wunsch nach einem „neuen Teich“ wurde immer größer, sodass ich 2008 den heutigen Teich gebaut habe. Zu diesem Zeitpunkt waren Trommelfilter und Co. noch nicht so zuverlässig. Also entschloss ich mich meinen Teich, der 20m3 haben sollte, mit einem Spaltsieb, Filterbürsten und Japanmatten zu bauen. In den darauf folgenden Jahren, glaubte ich, jeden Filter der neu auf den Markt kam kaufen zu müssen. Also folgten mehrere Umbauten auf Vliesfilter und verschiedene andere Filter. Seit 2017 besitze ich einen PP65 Trommelfilter mit 700 l Helix und 1m3 Japanmatten. Damit bin ich heute sehr zufrieden.

 

In den darauf folgenden Jahren habe ich immer mehr das Interesse bekommen, meinen Garten in einem japanischen Stil umzubauen. Ich habe einige Bücher über japanische Gärten gelesen und holte mir einige Informationen über das Internet. Die meisten Gärten die ich dort fand, waren sehr groß.

„Ich glaubte, dass die Ruhe, die ein solcher Garten ausdrücken soll,auf meinen kleinen Garten nicht übertragen könnte.“ Als ich über einen bekannte Koi Blog einen japanischen Garten sah, der als schönster Garten einen Preis gewann. War ich hin und weg. Wie konnte jemand so etwas tolles bauen? Sein Name: Günter Heymans und wohnt ca. 1 Stunde von mir entfernt. Ich habe lange überlegt, ob ich ihn kontaktieren sollte - um mir Hilfe bei meiner weiteren Planung geben zu lassen. Inzwischen verstehen wir uns wirklich gut. Die Ratschläge die ich damals bekommen habe, probierte ich umzusetzen.

Was mir aus dem ersten Treffen in Erinnerung geblieben ist,war die Aussage ,dass alles seine Zeit braucht und so ein Garten nicht in kurzer Zeit fertig ist. . Das Zweite was mir im Gedächtnis geblieben ist, war die Aussage die Dinge konsequent zu machen.Oft kommt es auf die Kleinigkeiten an.

 

Die erste Baumaßnahme sollte die Mauer sein! Der Zaun ,der alle 2 Jahre gestrichen werden musste und immer gammeliger wurde,sollte weichen.

Während dieser Bauphase habe ich mir Gedanken gemacht, WIE und WAS ich pflanzen möchte. Mir war klar das ich auch ein schönes Azaleenbeet haben wollte.In mehreren Telefonaten mit Günter habe ich mir immer wieder Ratschläge geholt.Auch ich habe mich dann dazu entschlossen ca. 200 Azaleen der Marke Sylvestre zu pflanzen. Natürlich kann man sich für viel Geld das passende Material, in Form von großen Pflanzen und fertigen Bäumen kaufen, aber das war für mich nur bedingt eine Option. In den Monaten zuvor habe ich gesehen was mit Geschick und gutem Vorstellungsvermögen möglich ist. Auf der Homepage von Günter wurden seine Bäume über die Jahre vorgestellt und man konnte die Entwicklung verfolgen. Daraufhin entschied ich mich in einer Baumschule eine Pfennigbuche zu kaufen. Dieser Baum ist für Anfänger geeignet, da er sehr schnittverträglich ist. Als der Baum im Garten gepflanzt wurde, habe ich mir sehr viel Zeit für die Gestaltung genommen. Denn was ab ist, ist ab! Ich weiß noch genau, wie schlimm der Baum aussah. Die Nachbarn lachten, doch ich wusste wie er in 2-4 Jahre aussehen sollte!

Alles braucht seine Zeit!

In den weiteren Monaten habe ich einige Eibenkugeln und Ahorne gepflanzt. Mir war dabei immer wichtig, nicht zu viele unterschiedliche Pflanzen zu haben. Da es meiner Meinung nach, den kleinen Garten unruhig aussehen lässt. Genauso sparsam bin ich mit verschiedenen japanischen Accessoires umgegangen. Man hat schnell ein Sammelsurium im Garten und nichts passt zueinander (weniger ist manchmal mehr). So langsam nahm der Garten Gestalt an.

 

Als Nächstes musste unsere Gartenhütte weichen. Es entstand ein Teehaus!

Für uns war wichtig, dass wir das Teehaus im Alltag nutzen können. (Sitzecke mit Grill) Der Bau hat länger gedauert als gedacht. Das Schindeldach und die Türen waren eine Menge Arbeit. Heute bin ich froh und glücklich, dass ich das Teehaus so gebaut habe. Ich denke, dass der Garten noch ein paar Jahre brauchen wird um zu wirken.

Die Ahorne müssen noch wachsen und auch die Eiben und Azaleen brauchen ein wenig mehr Volumen.

Das wird die Zeit mit sich bringen!

Heute sitzen wir gerne auf der Terrasse oder im Teehaus und erfreue uns an den Garten und Koi.

 

 

Weitere Umsetzungen werden sein:

Das Entfernen der Rasenfläche

Teich und Garten im Überblick

Bau der Gartenmauer

Bau des Teehauses

Die Teichfilterung

Meine Koi

Die Gestaltung meiner Pfennigbuche 

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Kommentare

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  • Gynny (Donnerstag, 19. Januar 2023 09:58)

    Lieber Jens,

    ich gratuliere Dir zu Deinem sehr schönen japanischen Garten und ja ich weiß er ist doch nicht fertig. Aber man sieht bereits jetzt mit wie viel Engagement und Liebe zum Detail du agierst.
    Mit Sicherheit wird Dein Garten sich im Laufe der Jahre verändern und reifen. Du hast Dir somit Recht einen Platz auf meiner Seite erarbeitet.
    Ich wünsche Dir für die Zukunft weiterhin ein gutes gelingen. Günter